Besetzung

Regie / Fassung
Ausstattung

Katharina
Petruchio
Baptista
Bianca
Lucentio
Tranio
Hortensio
Gremio
Vincentio/
Grumio
Curtis/
Vertreter/
Schneider
Witwe 

Corinna Bethge
Nikolaus Porz

Sophie Karolin Basse
Arno Kempf
Heinrich Cuipers/Joachim Lätsch
Anna Warntjen
Tobias Mangold
Matthias Scherwenikas
Sascha Rotermund
Herbert Schöberl

Joachim Lautenbach


Dirk Laasch
Tanja Haller
Deutsch von Wolf Graf Baudissin

Presse
Wer von der Eröffnungspremiere der 19. Bad Vilbeler Festspiele eine röhrende Geschlechterpolemik erwartet hatte, ... sah sich getäuscht: Thalia sei Dank! Die junge Regisseurin Corinna Bethge beschert mit Shakespeares früher Komödie Der Widerspenstigen Zähmung stattdessen eine höchst beweglich-abwechslungsreiche Beziehungsgeschichte, die eine letzte Zweideutigkeit nie einbüßt. Auf diese Weise zeitigt sie ein wahreres Ergebnis als all die Inszenierungen mit Siegern oder Verlierern. ... Die Regisseurin hat nicht einen vergangenen Befund fixiert, um ihn dann triumphierend gegen das Heute untergehen zu lassen, sondern sie hat die Durchlässigkeit dieses "plots" zur Gegenwart bewiesen.
> Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.6.2005
Feuriger Beifall des Premierenpublikums ..., mit dem das Ensemble und Regisseurin Corinna Bethge ... gefeiert wurden. Dies war vor allem der großartig inszenierten und von der Hauptdarstellerin Sophie Karolin Basse ebenso fulminant gespielten Schlussszene geschuldet, dem ... (nur scheinbar) als "Unterwerfung" zu deutenden Monologs Katharinas. ... Sophie Karolin Basse beweist als Katharina stets Bühnenpräsenz, bringt eindrucksvoll deren Gefühlswelten zur Geltung. ... Ausstatter Nikolaus Porz hatte als Kulisse ein karges Ferienambiente mit Villa, Schwimmbecken und Liegematen geschaffen, bei dem die Akteure immer wieder schwungvoll oder mit viel Mühe die Seitenbegrenzungen überklettern müssen. ... Dem gesamten Ensemble merkt man die immense Spielfreude an.
> Frankfurter Neue Presse, 9.6.2005
Corinna Bethges Inszenierung ist ein Stück über unsichere Verhältnisse. Nicht allein in Liebesdingen, sondern auch über die Beziehung der unterschiedlichen Schwestern, die einander ebenso herzlich lieben wie hassen und dabei - jede auf ihre Weise - ihren Kopf durchsetzen. ... Der Stoff ist auf den ersten Blick "frauenfeindlich". Die Burg-Inszenierung kehrt ihn jedoch um - in eine Komödie starker Frauen unter etwas ungeschickten Männern. ... Immer wieder schleichen sich kleine komödiantische Kostbarkeiten in die Handlung ein. Die meisten der zahlreichen Premierenäste in der Burgruine traten ... mit vor Lachen feuchten Augen den Heimweg an.
> Wetterauer Zeitung, 9.6.2005